ULCUS CRURIS | Wundmanagement

Risiken erkennen – vorbeugend handeln

In der Umgangssprache ist der Ulcus Cruris bekannt als „offenes Bein“. Darunter versteht man einen Hautdefekt am Unterschenkel, der mindestens bis in die Lederhaut reicht.
Zu den Ursachen gehören sowohl arterielle als auch venöse Gefäßleiden. Sie führen über einen herabgesetzten Stoffwechsel in den Zellen zu Störungen in der Ernährung der betroffenen Körperabschnitte. Im schlimmsten Fall sterben sie ab.  Am ausgeprägtesten und augenfälligsten sind die Veränderungen der Haut, da sie im ständigen Kontakt zur Außenwelt stehen.
Die Rezidiv-Neigung (erneutes Auftreten eines Hautdefekts) ist hoch. Doch können Sie durch richtiges Verhalten entgegenwirken. Diese Broschüre soll Ihnen helfen die richtigen Verhaltensweisen anzuwenden, um ein Rezidiv zu vermeiden.

 

URSACHEN FÜR EIN »OFFENES BEIN«

  • Krampfadern oder postthrombotisches Syndrom (Blutstau nach einer Thrombose)
  • Krankhafte Veränderungen des arteriellen Zustroms und/oder des venösen Abstroms
  • Schlechte Durchblutung

 

RISIKOFAKTOREN:

•Rauchen

•Diabetes Mellitus

•Hyperlipidämie

•Falsches Schuhwerk

•Hohes Körpergewicht

 

WAS SIE TUN KÖNNEN:

BEI VENÖSER URSACHE

– Schutz der Beine vor Druck (zu enges Schuhwerk vermeiden) und Verletzungen
– Hochlagerung der Beine (ohne die Hüfte abzuknicken)
– Bewegung, um das gestaute Blut abzupumpen (außer bei einer akuten Thrombose)
– Vermeiden von langem Sitzen oder Stehen
– Anlegen eines Kompressionsverbands oder Tragen von Kompressionsstrümpfen

 

BEI ARTERIELLER URSACHE

– Bei kalten Beinen Wärme zuführen durch Einpacken (Wärmflasche vermeiden)
– Gewichtsreduktion
– Raucherentwöhnung
– Auf richtiges, weites Schuhwerk achten
– Strümpfe aus Naturfasern ohne enge Bündchen tragen
– Tägliches Gehtraining

 

ZUM KOMPRESSIONSVERBAND: Der Kompressionsverband wirkt der Ursache der Entstehung eines venös bedingten Ulcus Cruris entgegen. Durch den von außen geschaffenen Druck erhöht sich die Fließgeschwindigkeit des Bluts in den schlaffen Venen. Aber: Er sollte fachgerecht angelegt werden, um Schäden zu vermeiden. Dies gilt ebenso für den Verbandswechsel. Es ist daher ratsam, die Hilfe professioneller Pflegekräfte in Anspruch zu nehmen.

ALLGEMEINE EMPFEHLUNG:

– Kontinuierliche, geeignete Hautpflege
– Medizinische Hand- und Fußpflege aufsuchen
– Verletzungen vermeiden
– Schmerzbehandlung, ggf. Schmerzmittel eine Stunde vor Verbandswechsel einnehmen

 

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Juni 2020